--- Irrwege und Sackgassen ---

Sein umfangreiches Vermögen aufzuteilen, schien Rupert R. einerseits zu mühsam, andererseits befürchtete er für die Zeit nach seinem Ableben Streitereien innerhalb der weit verzweigten Familie. Eine Stiftung schien aus diesen Gründen ein sinnvoller Ausweg, die einzelnen Familienmitglieder finanziell kontinuierlich, gleichmäßig und damit gerecht zu versorgen. Über Details hatte sich der pensionierte Geschäftsmann allerdings keine allzu großen Gedanken gemacht.

Und das war schade: Denn die Stiftungserklärung ließ Raum für teilweise sehr unterschiedliche Interpretationen über die Verwaltung des Vermögens; und zu den ohnedies schon verschiedenen Vorstellungen einzelner Familienmitglieder kam noch die wiederum anderslautende Zielsetzung des Stiftungsvorstandes. Statt zu Einigkeit und Profit aus den Erträgen der Stiftung führte der Verzicht auf durchdachte und individuelle Regelungen in der Stiftungserklärung zu einem jahrelangen „Match“ zwischen Familie R.  und dem Vorstand…
 

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