--- Irrwege und Sackgassen ---

An eine Scheidung verschwendeten Irina und Tobias S. bei ihrer Hochzeit naturgemäß keinen einzigen Gedanken. Fünf Jahre hatten sie davor schon glücklich zusammengelebt; jetzt war es Zeit, die Verbindung zu feiern und das Glück zu genießen. Warum es schon drei Jahre danach in der Ehe zu kriseln begann, konnten im Nachhinein weder Irina noch Tobias schlüssig erklären. Irgendwann waren die Interessen auseinandergedriftet und die Gesprächsbasis abhanden gekommen.

Dass eine Trennung die beste Lösung sei, darüber herrschte Einigkeit. Aber die Aufteilung des Vermögens gestaltete sich weit schwieriger als jemals gedacht. Vor allem die Frage, wer in der großen, noch nicht ausbezahlten Eigentumswohnung bleiben sollte, die sich keiner von beiden als Single leisten konnte, entfachte einen wahren Rosenkrieg. Endlos wurde gestritten und prozessiert, weil keiner nachgeben wollte. Die Wohnung wurde letztlich unter großen Verlusten verkauft; doch in der Zwischenzeit hattten die Gerichts- und Anwaltskosten fast das gesamte Barvermögen des einstigen Traumpaares aufgezehrt.
 

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