--- Irrwege und Sackgassen ---

Mit beachtlichem Aufwand an Zeit und vollem persönlichen Engagement hatte Friedrich S. sein Busunternehmen aufgebaut. Von den Reiseveranstaltern der Region, aber auch von Schulen, Kindergärten und der großen Seniorenresidenz wurden FS-Busse besonders gerne gebucht, weil hier Sicherheit, Sauberkeit und Pünktlichkeit oberstes Gebot waren. Seit rund zehn Jahren waren auch die Söhne des Unternehmers, Fritz und Leonhard, im Betrieb tätig. 

Dann passierte jener tragische Unfall, der das Leben der Familie völlig veränderte: Bei der Reparatur loser Dachziegel am alten Bauernhaus seiner Mutter fiel Friedrich S.  so unglücklich von der Leiter, dass das Ärzteteam fünf Tage lang um sein Leben kämpfte. Der 55-Jährige überlebte, aufgrund der schweren Kopfverletzungen lag er jedoch mehrere Wochen im Koma. Zu der Betroffenheit und dem Bangen um den Gesundheitszustand des Verunglückten kam für die Familie noch der Schock, dass „FS-Busse" ohne den geschäftsführenden Gesellschafter praktisch „stillstand“. Friedrich S. hatte zwar für den Todesfall detaillierte Vorsorgeregelungen getroffen, nicht aber für den Fall der Handlungsunfähigkeit. Die Söhne hätten das Unternehmen problemlos weiterführen können, doch sie waren nicht zeichnungsberechtigt, und so durfte niemand auf die Konten zugreifen. Die Leasingraten für die insgesamt 15 Fahrzeuge konnten ebenso wenig bezahlt werden wie die Gehälter der Angestellten und Chauffeure – das alles stürzte „FS-Busse" in eine schwere Krise.
 

sichere Umfahrung