--- Irrwege und Sackgassen ---

Viel gab es nicht zu erben von Adele K.: Die Dame hatte nach der Scheidung von ihrem Mann bei einer Freundin zur Untermiete gelebt. Da blieben für ihren Sohn und ihre Tochter nur die recht gut erhaltenen Biedermeiermöbel, einige Schmuckstücke und zwei Sparbücher mit ein paar Tausend Euro. Dennoch wurde die Aufteilung der Erbschaft alles andere als einfach: Marianne erinnerte sich, dass die Mutter ihrem Bruder Matthias vor einigen Jahren eine kleine, aber feine Startwohnung im heutigen Wert von 120.000 Euro finanziert hatte, während Marianne selbst es immer vorgezogen hatte, in der Wohngemeinschaft mit zwei Studienkolleginnen zu bleiben.

Nun aber pochte sie auf „gleiches Recht für alle“ und wollte ihren Pflichtteil. Matthias blieb nichts anderes übrig, als seiner Schwester die 30.000 Euro zu zahlen. Er konnte froh sein, dass sie sich vorerst mit der Hälfte zufriedengab und er den Rest in Raten überweisen konnte …
 

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